Starker Aufschwung im Hafenverbund der nördlichen Adria
Die Häfen von Venedig und Chioggia blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Der Gesamtumschlag erreichte rund 26 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Plus von etwa 1,3 Millionen Tonnen gegenüber 2024. Die Hafenbehörde der nördlichen Adria bestätigt damit einen klaren Wachstumstrend. Handel, Logistik und Tourismus profitieren gleichermaßen von dieser Entwicklung.
Hafen Venedig als Wachstumsmotor
Venedig treibt diese positive Bilanz maßgeblich an. Der Hafen schlug 25,29 Millionen Tonnen um. Das bedeutet ein Wachstum von 4,9 Prozent. In absoluten Zahlen kamen fast 1,19 Millionen Tonnen hinzu. Auch Chioggia zeigt eine starke Dynamik. Der kleinere Hafen steigerte seinen Umschlag um 10,7 Prozent. Das Volumen erreichte 901.065 Tonnen.
Massengüter legen deutlich zu
Besonders solide Massengüter sorgen für Rückenwind. Insgesamt erreichten sie fast 8,3 Millionen Tonnen. In Venedig wuchsen die Getreideumschläge um beeindruckende 42,5 Prozent. Tierfutter und Ölsaaten gaben leicht nach, blieben aber auf hohem Niveau. Mineralien, Zement und Kalk verzeichneten ein Plus von 23,1 Prozent. Auch Chioggia entwickelte sich hier positiv und erreichte über 336.000 Tonnen.
Containerverkehr überschreitet wichtige Marke
Der Containerverkehr entwickelte sich sehr erfreulich. Venedig überschritt erstmals deutlich die Marke von 500.000 TEU. Insgesamt registrierte der Hafen 532.762 TEU. Das entspricht einem Zuwachs von 11,2 Prozent. Der Ro-Ro-Verkehr blieb stabil. Venedig kam auf über 2,36 Millionen Tonnen. Chioggia steigerte diesen Bereich sogar um 22,3 Prozent.
Kreuzfahrten kehren zurück
Der Kreuzfahrtsektor setzte seinen Erholungskurs fort. Nach dem Einbruch infolge gesetzlicher Einschränkungen zeigt sich der Markt wieder lebendig. Insgesamt begrüßten Venedig und Chioggia 617.454 Kreuzfahrtgäste. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent. Venedig bestätigte seine Attraktivität mit über 584.000 Passagieren. Chioggia verlor leicht an Boden und braucht weitere Investitionen.
Häfen als strategische Drehscheibe
Die Zahlen zeigen eine stabile und nachhaltige Entwicklung. Schlüsselbereiche wie Container, Agrargüter sowie Zement tragen das Wachstum. Die Häfen von Venedig und Chioggia festigen damit ihre Rolle als zentrale Logistikhubs. Sie stärken nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch den nationalen Handel.
Hafenwirtschaft blickt optimistisch nach vorn
Davide Calderan, Präsident der Venezia Port Community, bewertet die Entwicklung sehr positiv. Er verweist auf gezielte Investitionen der Terminalbetreiber und der Hafenbehörde. Moderne Infrastruktur, neue Umweltprojekte und klare Strategien schaffen Vertrauen. Der Hafenstandort entwickelt sich zu einem leistungsfähigen und zukunftsfähigen Zentrum. Davon profitiert letztlich ganz Italien.

