Einbruch in Venezia-FC-Store: Bargeld und Fanartikel in Cannaregio gestohlen
Ein Einbruch in einen offiziellen Fanshop von Venezia FC beschäftigt seit Sonntagmorgen die Carabinieri. Unbekannte drangen in den frühen Morgenstunden in das Geschäft am Campo Santi Apostoli im Stadtteil Cannaregio ein. Obwohl die Alarmanlage gegen 5 Uhr auslöste und ein installiertes Nebelsystem aktiviert wurde, gelang es den Tätern offenbar, innerhalb kürzester Zeit Bargeld sowie Bekleidung und Fanartikel zu erbeuten. Die Ermittler werten nun insbesondere Aufnahmen der Überwachungskameras aus.
Für die Betreiber des Venezia-FC-Stores begann der Sonntag, 8. November 2026, mit einer unangenehmen Überraschung.
Am Eingang des Geschäfts am Campo Santi Apostoli fanden sich Spuren gewaltsamen Eindringens. Unbekannte hatten sich Zugang zum Verkaufsraum verschafft und dort innerhalb kurzer Zeit Bargeld sowie verschiedene Artikel mitgenommen.
Nach den bislang vorliegenden Informationen fehlen rund 300 Euro Bargeld.
Deutlich schwieriger ist die Einschätzung des Warenwertes. Bekleidung, Accessoires und weitere Fanartikel wurden gestohlen. Welche Produkte genau fehlen und wie hoch der Schaden tatsächlich ist, müssen die Betreiber erst durch eine vollständige Inventur feststellen.
Alarm gegen 5 Uhr morgens
Der Einbruch ereignete sich in den frühen Morgenstunden.
Gegen 5 Uhr reagierte die Sicherheitsanlage des Geschäfts.
Das System war mit einer privaten Überwachung verbunden und löste gleichzeitig eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme aus: Im Inneren des Stores wurde ein Nebelsystem aktiviert.
Solche Anlagen sollen einen Verkaufsraum innerhalb kürzester Zeit mit dichtem Sicherheitsnebel füllen. Einbrecher verlieren dadurch die Orientierung und können Waren kaum noch erkennen.
In diesem Fall reichte die Maßnahme offenbar nicht aus, um den Diebstahl vollständig zu verhindern.
Die Täter konnten sich nach den bisherigen Erkenntnissen noch einige Gegenstände greifen, bevor sie das Geschäft wieder verließen und verschwanden.
Carabinieri reagieren unmittelbar
Über das Sicherheitssystem wurde auch die Einsatzzentrale der Carabinieri im historischen Zentrum informiert.
Die Beamten entsandten daraufhin Kräfte des Nucleo Natanti, der für Einsätze im besonderen Umfeld der venezianischen Lagunenstadt zuständig ist.
Die Carabinieri sicherten Spuren und begannen noch am Sonntagmorgen mit den Ermittlungen.
Dabei geht es nun vor allem darum, den genauen Ablauf des Einbruchs zu rekonstruieren und die Täter zu identifizieren.
Überwachungskameras könnten entscheidend sein
Besondere Bedeutung haben die Videoaufnahmen.
Im Bereich rund um den Campo Santi Apostoli befinden sich verschiedene Kameras. Die Ermittler haben vorhandenes Material gesichert beziehungsweise angefordert und werten die Aufnahmen aus.
Interessant ist dabei nicht nur der unmittelbare Moment des Einbruchs.
Auch Bilder aus den Minuten davor und danach könnten Hinweise liefern.
Die Ermittler wollen beispielsweise feststellen, aus welcher Richtung die Täter kamen, wie viele Personen beteiligt waren und wohin sie anschließend flüchteten.
Gerade in Venedig unterscheidet sich die Fahndung nach Einbrechern von jener in anderen Städten.
Ein klassisches Fluchtfahrzeug steht im historischen Zentrum kaum zur Verfügung. Die Täter müssen sich zunächst zu Fuß durch die Gassen bewegen oder anschließend ein Boot beziehungsweise öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Tür gewaltsam geöffnet
Am Geschäft wurden nach dem Einbruch deutliche Spuren einer gewaltsamen Öffnung festgestellt.
Die genaue Vorgehensweise der Täter ist bislang nicht veröffentlicht worden.
Fest steht jedoch, dass sie in das Innere des Verkaufsraumes gelangten und dort offenbar sehr schnell handelten.
Das könnte dafür sprechen, dass die Täter wussten, wonach sie suchten oder zumindest damit gerechnet hatten, dass ihnen nach dem Auslösen der Alarmanlage nur wenig Zeit bleiben würde.
Ob der Einbruch tatsächlich gezielt vorbereitet wurde, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.
Warenwert noch völlig offen
Die rund 300 Euro Bargeld machen möglicherweise nur einen kleinen Teil des Gesamtschadens aus.
Venezia FC verkauft in seinen offiziellen Stores unter anderem Trikots, Bekleidung, Taschen und zahlreiche Accessoires.
Einzelne Artikel können entsprechend hohe Verkaufspreise erreichen.
Die Betreiber wollen deshalb am Sonntag und am Montag den gesamten Warenbestand überprüfen.
Erst danach lässt sich feststellen, welche Artikel fehlen und welchen finanziellen Wert die Beute besitzt.
Hinzu kommen mögliche Schäden an Tür, Sicherheitssystem und Geschäftseinrichtung.
Fanartikel besitzen auch emotionalen Wert
Bei einem Fußballverein geht es bei gestohlenen Artikeln allerdings nicht ausschließlich um den reinen Warenwert.
Trikots und andere Produkte mit Vereinslogo besitzen für Fans einen hohen emotionalen und symbolischen Wert.
Venezia FC hat sich in den vergangenen Jahren außerdem zunehmend als internationale Marke positioniert.
Die ungewöhnliche Kombination aus Fußball, Venedig und modisch auffälligen Trikots hat dem Verein weit über Italien hinaus Aufmerksamkeit verschafft.
Gerade in der historischen Altstadt besuchen deshalb nicht nur einheimische Fans die offiziellen Geschäfte.
Auch zahlreiche Touristen kaufen dort Trikots und Souvenirs.
Einbruch unmittelbar nach dem Sieg gegen Udinese
Der Zeitpunkt des Einbruchs fällt zudem in ein Wochenende, an dem die Stimmung bei den Venezia-Fans eigentlich besonders gut war.
Erst am Freitagabend hatte Venezia FC im Stadio Pier Luigi Penzo auf Sant’Elena einen wichtigen Erfolg gegen Udinese gefeiert.
Nur rund eineinhalb Tage später wurde nun eines der Geschäfte des Clubs zum Ziel von Einbrechern.
Ein Zusammenhang zwischen dem Fußballspiel und dem Einbruch ist allerdings nicht bekannt.

Campo Santi Apostoli stark frequentiert
Der Tatort liegt mitten im historischen Zentrum.
Der Campo Santi Apostoli befindet sich in Cannaregio und liegt in einem Bereich, den täglich zahlreiche Einheimische und Touristen passieren.
Von hier sind sowohl Rialto als auch die Strada Nova schnell erreichbar.
Tagsüber herrscht entsprechend viel Betrieb.
In den frühen Morgenstunden sieht die Situation jedoch völlig anders aus. Viele Geschäfte sind geschlossen und deutlich weniger Menschen befinden sich in den Gassen.
Genau dieses Zeitfenster nutzten die Einbrecher offenbar.
Ermittler untersuchen mögliche Vorbereitung
Ob die Täter den Venezia-FC-Store zufällig auswählten oder den Einbruch zuvor geplant hatten, ist derzeit nicht geklärt.
Der schnelle Ablauf könnte auf Vorbereitung hindeuten.
Allerdings lässt sich allein daraus noch keine gesicherte Schlussfolgerung ziehen.
Auch die genaue Zahl der Täter wurde bislang nicht offiziell bekanntgegeben.
Die Videoauswertung dürfte deshalb eine entscheidende Rolle spielen.
Erst am 23. Oktober bewaffneter Überfall in San Tomà
Der Vorfall folgt nur wenige Wochen auf einen anderen schweren Kriminalfall im historischen Zentrum.
Am 23. Oktober wurde eine Coop-Filiale im Bereich San Tomà überfallen.
Damals befand sich das Geschäft noch im laufenden Betrieb. Eine Mitarbeiterin wurde nach den Berichten mit einer Stichwaffe bedroht.
Zwischen beiden Fällen besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein bekannter Zusammenhang.
Auch die Tatabläufe unterscheiden sich deutlich.
Beim Venezia-FC-Store handelt es sich um einen Einbruch in ein geschlossenes Geschäft am frühen Morgen.
Keine Hinweise auf Verletzte
Bei dem Einbruch in Cannaregio wurde nach den bisher bekannten Informationen niemand verletzt.
Das Geschäft war zum Zeitpunkt der Tat geschlossen.
Damit konzentrieren sich die Ermittlungen auf Sachschäden, die gestohlenen Waren und die Identifizierung der Täter.
Sicherheitsnebel konnte Diebstahl nicht vollständig verhindern
Interessant ist auch die technische Seite des Vorfalls.
Das eingebaute Nebelsystem erfüllte zumindest einen Teil seiner Funktion: Es machte den Aufenthalt im Verkaufsraum für die Einbrecher erheblich schwieriger und begrenzte offenbar die Zeit, die ihnen für den Zugriff auf Waren blieb.
Dennoch gelang es den Tätern, Beute mitzunehmen.
Wie lange sie sich tatsächlich im Geschäft aufhielten, könnte sich aus den Aufzeichnungen der Sicherheitskameras ergeben.
Inventur soll genaue Schadenshöhe zeigen
Für die Betreiber beginnt nun neben den polizeilichen Ermittlungen auch die eigene Aufarbeitung.
Der gesamte Lagerbestand muss mit den vorhandenen Bestandslisten abgeglichen werden.
Erst danach lässt sich sagen, wie viele Trikots, Kleidungsstücke und Accessoires tatsächlich fehlen.
Deshalb wäre es derzeit verfrüht, über eine konkrete Gesamtschadenssumme zu spekulieren.
Gesichert sind bislang lediglich die rund 300 Euro Bargeld sowie der Diebstahl mehrerer Waren.
Carabinieri werten Spuren aus
Die nächsten Schritte liegen nun bei den Ermittlern.
Neben den Videoaufnahmen werden Spuren vom Tatort untersucht.
Möglicherweise lassen sich darüber Hinweise auf einzelne Personen gewinnen.
Auch der Fluchtweg dürfte im Mittelpunkt stehen.
Im historischen Zentrum Venedigs können Kameras an verschiedenen Punkten dabei helfen, Bewegungen über mehrere Gassen hinweg nachzuvollziehen.
Ob bereits konkrete Verdächtige identifiziert wurden, ist derzeit nicht bekannt.
Auffälliger Einbruch an prominenter Adresse
Der Einbruch dürfte nicht zuletzt deshalb Aufmerksamkeit erzeugen, weil das Geschäft unmittelbar mit einem der bekanntesten Sportvereine der Stadt verbunden ist.
Venezia FC gehört für viele Einwohner fest zur Identität Venedigs.
Der Store am Campo Santi Apostoli verbindet diese Fußballkultur mit einem stark touristisch geprägten Teil der Stadt.
Dass Einbrecher ausgerechnet dort in den frühen Morgenstunden eindringen, sorgt entsprechend für Gesprächsstoff.
Was bislang feststeht
Nach dem aktuellen Ermittlungsstand drangen Unbekannte am Sonntag, 8. November 2026, gegen 5 Uhr morgens gewaltsam in den Venezia-FC-Store am Campo Santi Apostoli in Cannaregio ein.
Die Alarmanlage und ein Sicherheitsnebelsystem wurden aktiviert.
Trotzdem gelang es den Tätern, rund 300 Euro Bargeld sowie Bekleidung und verschiedene Accessoires mitzunehmen.
Die genaue Menge und der Wert der gestohlenen Waren stehen noch nicht fest.
Die Carabinieri haben Spuren und Videoaufnahmen gesichert und untersuchen nun den Ablauf der Tat sowie mögliche Fluchtwege.
Bis die Inventur abgeschlossen und die Videoauswertung weiter fortgeschritten ist, bleiben mehrere Fragen offen.
Fest steht jedoch bereits: Ausgerechnet am Wochenende nach einem sportlichen Erfolg von Venezia FC wurde einer der offiziellen Fanshops des Clubs zum Ziel eines Einbruchs.
Stand: 8. November 2026

